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VFB OLDENBURG

Darum läuft’s beim Oldenburger!

Nach Platz 10 im Vorjahr düst der VfB Oldenburg in dieser Spielzeit mehr und mehr zum Titelaspiranten Nummer 1. Mit einem Spiel weniger als der Unterbau der Wolfsburger rangiert das Team derzeit auf Silber und könnte mit einem Sieg im Nachholer bei HSV „Zwo“ gar an die Tabellenspitze preschen. BLOG-TRIFFT-BALL fand sieben Gründe für den erstaunlichen Umschwung beim Niedersachsen.

 

1. Der Trainer
Nachdem Coach Alexander Nouri das Team Ende April vom bisherigen Amtsinhaber Andreas Boll übernahm, geht’s rapide bergauf. In 18 Spielen unter Nouris Leitung gab es im Schnitt satte 1,89 Punkte (Boll war mit 1,68 dabei). Der 34-Jährige, gebürtig aus Buxtehude, musste in seiner Amtszeit nur vier Niederlagen verdauen (Erfolgsquote 55,56 %) und ist mit durchschnittlich 2,17 Punkten der aktuell beste Trainer der Liga. Auch auffällig: Unter Nouri spielt der VfB deutlich offensiver und schießt im Schnitt 2,22 Tore (unter Boll 1,55 Tore).

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2. Fan-Treue
Ein Tor gab es vergangene Spielzeit pro Heimspiel, 13 Punkte wurden geholt. Und trotz einem Jahr im Mittelmaß bleiben die Fans mit die besten Supporter der Liga und strömen auch 2013/2014 ins Stadion. Über 10.000 Zuschauer in sechs Spielen und 1778 Zuschauer im Schnitt verfolgen die Heimauftritte des Teams. Besser ist nur der SV Meppen (2054 im Schnitt).

3. Die Serie
Seit nunmehr sieben Spielen ist der VfB ungeschlagen. Die letzte Niederlage datiert vom 31. August, als man in Bremen 2:4 unterlag. Aus den letzten sieben Begegnungen hat der VfB 19 Punkte geholt. Länger ungeschlagen ist lediglich BSV Rehden, die zehn mal nicht verloren, dabei aber nur 18 Punkte holten.

4. Addy Waku Menga
Der 30-Jährige Deutsch-Kongolese wurde auf Anhieb zum Glücksgriff. 12 Spiele, 12 Tore, der Angreifer blüht beim Niedersachsen auf und hatte in seiner Karriere nie eine bessere Quote als aktuell. Einziger Kritikpunkt: Als Vorbereiter ist der Stürmer bisher recht rar in Erscheinung getreten. Nur eine Vorlage ziert die derzeitge Statistik.

5. Die neue Heimstärke
Im letzten Jahr gewann der VfB lediglich 2 (!) seiner 15 Heimspiele. Schlechter war niemand. Diese Spielzeit läuft’s komplett umgedreht: Von sechs Spielen wurden fünf gewonnen, einmal wurden Punkte geteilt. Und dabei hat es in den ersten Spielen bereits 16 Mal im gegnerischen Gehäuse geklappert. Letzte Saison waren es am Ende nur 15.

6. Die neue Offensive
31 Tore machen den Tabellenzweiten zum zweitbesten Offensivteam der Liga. Nur der VfL Wolfsburg II ist besser (36, hat aber auch ein Spiel mehr). Zum Vergleich: Letztes Jahr hatte man nach 30 Spielen insgesamt 38 Tore geschossen.

7. Die Neuzugänge
Viel hin und her gab es vor der Saison. Einige Kicker gingen, ganze 13 Neuzugänge kamen. Und die wurden perfekt ins Gefüge integriert und tragen dazu bei, dass man dort steht wo man steht. Allen voran Addy Waku-Menga, Nils Laabs (5 Tore, 4 Vorlagen) sowie die Youngster Franko Uzelac (18) und Lucas Höhler (19) schoben sich dabei in den Vordergrund und kamen in fast allen Spielen zum Einsatz.

Harry Jurkschat

Seit Gründung mit auf dem brennenden BTB-Rasen. Im Gegensatz zu Semmler ist Jurkschat smart. Eine Mischung aus Mehmet Scholl und Günter Netzer. Der ewig 31-Jährige Insiderexperte harmoniert sich von Meppen bis Kiel, ist der Ausbügler und Staubsauger in der 2. Reihe. Dazu kommt aufgrund internationaler Fussball-Erfahrung (6 Länderspiele für Deutschland) Know-How im Wesentlichen. Manko: Bisweilen zu symphatisch und häufig mit den Sekretärinnen beschäftigt.