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7 Fragen an Leih-Storch Fabian Schnellhardt

Am Mittwoch starteten die Profis von Holstein Kiel in die Sommervorbereitung. Dabei: Sechs Neuzugänge. Einer davon ist Fabian Schnellhardt. Eine offensive Leihgabe aus Duisburg. BLOG-TRIFFT-BALL hat mit ihm gesprochen.

Foto: calcio-culinaria.de

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Fabian Schnellhardt ist die neue Nummer 15 bei den Störchen. Der 21-Jährige Mittelfeldakteur soll künftig das Offensivspiel der Kieler kreativer und noch erfolgreicher gestalten. Dazu wurde der ehemalige Juniorennationalspieler extra von den Duisburger Zebras an die Förde geholt – per Leihe. Wir sprachen kurz mit dem jungen Kicker über seinen Start in Kiel, seine Gedanken über das Leihgeschäft und wieso es überhaupt dazu kam. Und er gibt Auskunft über seine Stärken und Schwächen.

Herr Schnellhardt, wie lief ihr Start an der Förde?
Ich bin Dienstag in Kiel angekommen, habe die Medizinchecks und den ganzen Kram absolviert. Heute habe ich dann die komplette Mannschaft kennengelernt. Insgesamt war ich sehr positiv gestimmt. Das soll aber keineswegs heißen, dass ich positiv überrascht war. Vielmehr habe ich etwas Gutes erwartet und wurde nicht enttäuscht. Mein Start war also sehr angenehm.

Haben Sie bereits eine Wohnung gefunden?
Momentan lebe ich noch im Hotel. Das soll sich in nächster Zeit jedoch ändern. Meine Freundin wird auch mit nach Kiel ziehen, sodass ich mich auf Wohnungssuche begeben werde.

Bisher traten Sie eher im Pott gegen das runde Leder. Spielte der Faktor „Ostsee“ bei ihrem Wechsel eine Rolle?
Zuerst habe ich die Jugendmannschaften von Erfurt durchlaufen, ehe ich den nächsten Schritt machen wollte und damals zu Duisburg gewechselt bin. Da spielte meine Freundin auch eine Rolle, da sie aus dem Raum kommt. Ich war damals komplett vom MSV überzeugt. Genauso bin ich jetzt von Kiel überzeugt. Insofern ist es mir nicht so wichtig, dass ich die Ostsee direkt vor der Tür habe. Natürlich ist das schön, so nah am Wasser zu wohnen und mal was anderes zu sehen. Das war aber keineswegs ein Auswahlkriterium für meine Vereinswahl.

Wurde Ihnen die Leihe seitens des Vereins nahegelegt, um Spielpraxis zu sammeln?
Nein, überhaupt nicht. Das ging ganz allein von mir aus. Die Duisburger waren nach meinem Empfinden auch überrascht, als ich wegen der Leihe anfragte. Ich wollte gerne was anderes machen. In Bezug auf meine Anfrage muss ich den Duisburger Verantwortlichen ein Lob aussprechen. Natürlich haben sie mir deutlich gemacht, dass ich sehr gerne bleiben könne und sie auf mich setzen würden. Letztlich haben sie mir aber keine Steine in den Weg gelegt, sodass der Transfer schnell und reibungslos über die Bühne gehen konnte.

Sie sind nun befristet für ein Jahr ein Storch, ehe Sie zurück zu den Zebras wechseln sollen. Inwiefern steckt die Leihe in Ihrem Kopf und betrachten Sie Holstein Kiel als eine Art Zweck-Ehe für ein Jahr?
Das spielt in meinen Gedanken momentan keine Rolle. Ich bin jetzt erst einmal hier in Kiel. Wie lange das sein wird, vielleicht auch über das Jahr hinaus, kann man vorher selten voraussagen. Jetzt bin ich erst einmal ausgeliehen, aber es gibt bestimmt Möglichkeiten, sofern es von beiden Parteien gewünscht ist, eine Zusammenarbeit zu verlängern. Dass ich jetzt ausgeliehen bin und in einem Jahr voraussichtlich wieder zurück nach Duisburg gehe, schwebt mir nicht im Kopf herum.

Ihr Stammverein Duisburg hat den direkten Aufstieg in die zweite Liga gepackt. Holstein ist im letzten Moment am Aufstieg gescheitert. Ärgern Sie sich, kommende Saison nicht in der 2. Liga spielen zu können?
Ich habe das Rückspiel am Fernseher verfolgt und war natürlich enttäuscht. Die späte Niederlage war extrem bitter. Aber so ist Fußball. Mund abputzen und weitermachen.

Worauf dürfen sich die Kieler Fans besonders freuen, wenn Fabian Schnellhardt auf dem Platz steht?
Ich bin nicht der allerschnellste und auch nicht der robusteste Spieler. Meine Stärken liegen eher in anderen Bereichen. Ich denke, dass ich der Mannschaft fußballerisch auf jeden Fall weiterhelfen kann. Meine Stärken sind das Passspiel, der Torabschluss und allgemein die technische Komponente im Fußball. In diesen Bereichen versuche ich wirklich alles in die Waagschale zu werfen, um mit Holstein so erfolgreich wie möglich Fußball zu spielen.

Norwin Heister

Der gebürtige Kieler mit natürlich gegebener Affinität zum Lokalmatador Holstein Kiel, ist 19 Jahre alt und macht gerade sein Abitur. Neben Heim- und Auswärtsspielen der KSV ist Norwin Heister gerne auch mal in den unteren Gefilden bis zur Kreisklasse unterwegs oder versucht sich selbst am Ball. Nach dem Betrieb eines eigenen Blogs, freut sich der angehende Bankkaufmann nun bei BTB über die Fußballgrößen des Nordens berichten zu dürfen.