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WOBs Arnold im Interview: „Zu Götze sehe ich auf!“

WOBs Maxi Arnold: „Zu Götze sehe ich auf!“

BLOG-TRIFFT-BALL spricht in der fußballfreien Periode mit einigen Super-Talenten aus dem Norden. Der Erste dieser Sorte heißt: Maximilian Arnold, angestellt beim VfL Wolfsburg. BLOG-TRIFFT-BALL sprach mit dem 19-Jährigen, der schon drei Mal in der Bundesliga netzte.

 

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Das Interview führte Dennis Ollig.

Ist die abgelaufene Saison schon aus den Knochen?
Na ja, diese Saison war schon sehr anstrengend. Vor allem, wenn man wie ich dabei ist, sich auf dem hohen Bundesliganiveau zu stabilisieren.

Und wohl auch, weil ein Bundesligakader deutlich härter trainiert?
Natürlich ist das Training mit der Profimannschaft nicht mit dem Training in der Jugend zu vergleichen. Es ist anspruchsvoller für den Körper. Es wird viel, viel schneller gespielt, deshalb muss man auch gedankenschneller sein und immer in höchstem Maße Konzentration abrufen.

Wie fällt dein persönliches Resümee der ersten Saison im deutschen Oberhaus aus?
Ich kann mich absolut nicht beklagen über meine Einsätze und Möglichkeiten. Immerhin wurde ich in sechs Saisonspielen eingesetzt und konnte dabei drei Tore erzielen. Das ist einfach der Wahnsinn. Das hätte ich mir nie erträumen lassen.

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Hast Du eigentlich noch ein Vorbild im Fußball?
Mein größtes Vorbild ist leider nicht mehr aktiv. Zinedine Zidane war immer ein Spieler zu dem ich aufgesehen habe. Diese Technik und Spielintelligenz waren einfach eine Augenweide. Ein Spieler zu dem ich momentan aufsehe, ist Mario Götze. Er ist einfach ein Klassekerl, auf dem Platz, und auch außerhalb.

Um auf höchstem Fußballniveau zu landen, hast Du sehr früh dein Zuhause verlassen. Magst Du über die Zeit noch etwas sagen?
Ja, mit zwölf Jahren bin ich ins 70 Kilometer entfernte Dresden, um dort im Fußballinternat zu leben. Ich musste früh mein Zuhause verlassen, meine Schule und meine Freunde. Das war natürlich sehr hart. Man muss sich allgemein zurücknehmen, um seine Ziele zu erreichen. Natürlich kann man mal was trinken gehen, aber es sollte immer im Rahmen bleiben. Man kann auch am Wochenende mal in Diskotheken gehen und Spaß haben. Aber die Professionalität sollte auch in jungen Jahren im Vordergrund stehen. Klar, man kann es auch anders handhaben, aber dann ist der Leistungsfußball nicht das Richtige.

Am 6. April gegen Bayer Leverkusen sah man Dich zum ersten Mal in der Wolfsburger Startelf. Welche Erinnungen hast Du an den Tag?
Eigentlich hatte ich gar nicht damit gerechnet eingesetzt zu werden. Unser Trainer Dieter Hecking teilte mir dann in der Besprechung vor dem Spiel mit, dass ich von Beginn an auflaufen werde. Das war natürlich ein Wahnsinnsgefühl. Ich hatte Herzrasen, war natürlich auch sehr nervös. Jedenfalls habe ich zu allererst einmal meine Familie und Freunde angerufen, die sehr stolz waren und sich unheimlich gefreut haben.

Wie soll’s nun mit Maximilian Arnold weitergehen?
Ich stelle als junger Spieler sicherlich nicht die Ansprüche ab sofort zur Stammelf gehören zu wollen. Mein Ziel ist es kontinuierlich im 18er-Kader dabei zu sein und es dem Trainer so schwer wie möglich zu machen an mir vorbeizukommen.

Vielen Dank für das Interview.

Harry Jurkschat

Seit Gründung mit auf dem brennenden BTB-Rasen. Im Gegensatz zu Semmler ist Jurkschat smart. Eine Mischung aus Mehmet Scholl und Günter Netzer. Der ewig 31-Jährige Insiderexperte harmoniert sich von Meppen bis Kiel, ist der Ausbügler und Staubsauger in der 2. Reihe. Dazu kommt aufgrund internationaler Fussball-Erfahrung (6 Länderspiele für Deutschland) Know-How im Wesentlichen. Manko: Bisweilen zu symphatisch und häufig mit den Sekretärinnen beschäftigt.